Vier Schritte zum Zahnerhalt

Die Parodontitis (umgangssprachlich wird von der Parodontose gesprochen) ist eine der häufigsten oralen Infektionserkrankungen und aus heutiger Sicht neben der Karies der wichtigste Grund für einen Zahnverlust.

Diese Erkrankung verläuft meistens chronisch über viele Jahre. Allerdings gibt es frühe Warnzeichen, wie Zahnfleischbluten, -schwellungen sowie Mundgeruch. Aber auch eine zunehmende Zahnlockerung ist ein Hinweis auf eine mögliche Parodontitis.

Behandlung

Bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung beurteilen wir routinemäßig den Zahnstatus auch unter diesen Gesichtspunkten. Die Behandlung der Parodontitis ist grundsätzlich eine systematische Mehrschrittbehandlung.

In Phase 1 entfernt die Prophylaxehelferin die bakteriellen Auflagerungen am Zahnfleischsaum (kariöse Stellen werden behandelt und antibakterielle Mundspülungen durchgeführt), beseitigt Plaqueretentionsnischen und motiviert zu guter häuslicher Zahnpflege.

Resttaschenbehandlung
Messung der Taschentiefe

In Phase 2 wird die eigentliche nichtchirurgische Parodontaltherapie durchgeführt, die die Reinigung der Wurzeloberfläche beinhaltet. Hier werden auch die Beläge auf den freiliegenden Zahnwurzeloberflächen von uns behutsam abgetragen sowie die Wurzeloberflächen behandelt.

Phase 3: Eine chirurgische Parodontitis-Behandlung ist dann notwendig, wenn nach einem definierten Nachsorgeintervall noch Resttaschen vorliegen oder die Entzündung schon von Anfang an weit fortgeschritten ist. Unter lokaler Betäubung werden die Zahnfleischtaschen geöffnet und werden anschließend umfassend gereinigt.

Die Phase 4 ist die letzte einer jeden Parodontaltherapie und der Schlüssel zum langfristigen Erfolg und soll deren Ergebnis sichern. Sie besteht aus einer regelmäßigen professionellen Zahnreinigung deren Intervall am individuellen Risikoprofil ausgerichtet ist.